Aktuelles
17 Ja, 15 Nein – und trotzdem kein Weitermachen? Das Familienzentrum Adliswil scheiterte nicht am politischen Willen, sondern an der starren Ausgabenbremse und unglücklichen Abwesenheiten.
Das ist kein echtes Nein – und darf nicht das letzte Wort sein. 🙅♂️
Deshalb lancieren wir gemeinsam mit anderen Parteien eine dringliche Motion: befristete Zwischenfinanzierung ab 2027, damit die Adliswiler Bevölkerung selbst entscheiden kann. Demokratie braucht faire Bedingungen. ✊
💬 «Wir wollen keinen Entscheid durch die Hintertür. Die Bevölkerung soll sauber entscheiden können.» – Gabriel Mäder
Das Familienzentrum unterstützt Familien früh, direkt und unkompliziert. Wer hier spart, spart am falschen Ort. 👨👩👧👦
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Offener Brief an den Grossen Gemeinderat Adliswil
Am 3. Juni 2026 hat der Grosse Gemeinderat das Familienzentrum «aus Spargründen» gestrichen. Die ab 2027 jährlich wiederkehrenden Betriebskosten von rund CHF 109’000 wurden abgelehnt. Ohne dieses Geld wird das Familienzentrum Ende 2026 geschlossen. Damit verlieren Familien in Adliswil ihren wichtigsten Anlaufpunkt in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder. An der gleichen Sitzung wurde beschlossen, dass Eltern künftig 20 Prozent mehr für die Betreuung in den schulischen Horten bezahlen.
Familie ist der elementare Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Sie ist die erste Sozialisationsinstanz, in der grundlegende Werte, Normen und Sozialverhalten vermittelt werden. Familien müssen für Adliswil mindestens CHF 109'000 wert sein. Lassen wir nicht zu, dass einmal mehr bei Familien und deren Kindern gespart wird.
Das Familienzentrum bietet an fünf Tagen pro Woche, betrieben von der Stiftung GFZ:
- Kostenloses Treffpunkt-Café
- Mütter- und Väterberatung
- Babymassage
- Bewegungsraum für Kleinkinder
- Vater-Kind-Treff
- «Zeppelin Familien startklar»: Förderung ab Geburt
Der Entscheid fiel denkbar knapp. Eine Mehrheit im Rat wollte das Zentrum erhalten und lehnte die Streichung mit 17 zu 15 Stimmen ab. Doch in der anschliessenden Abstimmung über die Finanzierung des Zentrums fehlten zwei Stimmen zur erforderlichen absoluten Mehrheit aller Ratsmitglieder von 19 wegen mehrerer beruflich abwesenden Ratsmitglieder.
Eine familienfreundliche Stadt investiert dort, wo ihre Zukunft beginnt: bei Kindern und ihren Familien. Zahlreiche Studien zeigen, dass frühe Unterstützung von Familien präventiv wirkt und langfristig soziale, gesundheitliche und schulische Herausforderungen reduzieren kann. Investitionen in die frühe Kindheit stärken nicht nur die betroffenen Familien, sondern die gesamte Gesellschaft. Frühzeitige Unterstützung wirkt präventiv und kann spätere soziale, gesundheitliche und schulische Probleme minimieren. Investitionen in die frühe Kindheit sind deshalb nicht nur familien- und sozialpolitisch sinnvoll, sondern auch volkswirtschaftlich notwendig. Die jährlich benötigten Betriebskosten von rund CHF 109'000 sind gemessen an ihrem Nutzen für Familien, Kinder und die Gemeinschaft bescheiden. Sie ermöglichen ein Angebot, welches Begegnung, Integration, Prävention und Chancengerechtigkeit fördert.
Wir anerkennen, dass die Stadt bei ihren Ausgaben Prioritäten setzen muss. Umso wichtiger ist es, dass Angebote mit nachweislichem gesellschaftlichem Nutzen erhalten bleiben. Das Familienzentrum gehört dazu. Deshalb fordern wir den Stadtrat und den Grossen Gemeinderat auf, die Finanzierung des Familienzentrums nochmals zu prüfen und eine tragfähige Lösung für dessen Weiterbestand zu finden.
Mit Ihrer Unterschrift setzen Sie ein Zeichen für eine familienfreundliche Stadt Adliswil. Lassen wir nicht zu, dass einmal mehr bei Familien und deren Kindern gespart wird.
Erst der Musikunterricht, dann die Kinderbetreuung, nun das Familienzentrum.
Gespart wird ausgerechnet bei den Jüngsten.